Die US of A beschweren sich darüber, das die Pläne Deutschlands und Frankreichs, den innereuropäischen Datenverkehr nicht mehr über andere Kontinente zu leiten (Schengen-Routing oder Schengen-Cloud), internationale Handelsgesetze brechen könnte, weil dann ja amerikanische Telekommunikationsunternehmen gegenüber europäischen im Nachteil sein könnten. Reuters:

„The USTR said proposals by Germany’s state-backed Deutsche Telekom to bypass the United States were „draconian“ and likely aimed at giving European companies an advantage over their U.S. counterparts.“

Äh ja. Genau. Was sie nicht sagen ist, das der Aufwand der Totalüberwachung um ein vielfaches teurer und aufwändiger werden würde. Für die Amis natürlich. Für die europäischen staatlichen Schnüffler würde es einfacher werden.

Sich über türkische Twitter- und Youtubesperren aufregen und dann das Netz unter dem Deckmantel der Datensicherheit „für das Wohl der europäischen Bürger“ selber beschränken kann nicht die Lösung sein.

Laut SPON hat die Staatsanwaltschaft Verden einen Datensatz mit etwa 18 Millionen e-Mailadressen samt Passwörtern entdeckt. Passwortänderung ist also angesagt. Ich selber habe mir angewöhnt das alle drei Monate zu machen. Ist halb so aufwändig, wie ich vorher befürchtet habe.

Update: Das BSI hat wieder einen Sicherheitstest online gestellt, mit dem man überprüfen kann, ob die eigene Mail-Adresse von dem Identitätsdiebstahl betroffen ist.

Auch wenn man nicht betroffen ist, sollte man Passwörter regelmäßig ändern und nicht das selbe Passwort für verschiedene Seiten nutzen. Weitere Tipps zur Passworterstellung gibt es hier.