Es wird immer besser: Angeblich hat ein deutscher Doppelagent den NSA-Untersuchungsausschuss ausspioniert. Überrascht mich jetzt nicht wirklich und ich bin gespannt, wie der Bundesanwalt und „unsere“ Regierung das Ding schaukeln werden, ohne das die viel gerühmten deutsch-amerikanischen Beziehungen dauerhaft Schaden nehmen. Wahrscheinlich mit der üblichen Methode: ein wenig Empörung heucheln, Konsequenzen androhen und am Ende nichts machen und hoffen, das das Thema aus den Medien verschwindet.

Meiner Meinung ist jetzt der Punkt gekommen, an dem man den USA klipp und klar eine Grenze aufzeigen muss. Stop! Nein. Der war ja schon letztes Jahr, als bekannt wurde, das Merkel ausspioniert wird.

Update: Es wird doch noch immer besser. Der Doppelagent soll über Jahre hinweg tätig gewesen sein. Jahre! Die Information stammt zwar von der Bild, ich hole mir aber trotzdem schon mal Popcorn.

Update 05.07.2014: Die deutschen Behörden sollen die Amis um Hilfe gebeten haben den Doppelagent zu enttarnen. Statt einer Antwort zu geben könnten die Amis ihn gewarnt haben. Der Doppelagent meldete nämlich seinen Gmail-Account, den er für seine Agententätigkeit angelegt hat, kurz darauf ab.
Ich frage mich ob die Behörden genau fleißig gearbeitet hätten, wenn von Anfang an klar gewesen wäre, das der Spion für die Amis arbeitet. ;-)

… denn sonst müsste sich SPD-Justizminister Heiko Maas viel mehr Sorgen darum machen, das die saarländische Staatsanwaltschaft gegen drei ehemalige Mitarbeiter der SPD-Landtagsfraktion ermittelt, denen Untreue vorgeworfen wird. Ihnen wird vorgeworfen, das sie  gesammelte Unkostenbeiträge für Reisen der Fußballmannschaft der saarländischen SPD-Fraktion, „Rote Hosen“, nicht vollständig an das Fraktionskonto überwiesen haben.

Die Reisen der Landtagskicker haben übrigens zwischen 2004 und 2009 80.000€ (!) gekostet. Heiko Maas war in dieser Zeit SPD-Fraktionsvorsitzender in Saarbrücken. Besonders teuer war ein Altherren-Turnier im Schwarzwald. Die Teilnahme dort hat in fünf Jahren 46.000€ gekostet.

Aber jetzt kommts. Anscheinend war Heiko Maas der einzige, der im Schwarzwald gekickt haben soll. Laut dem SPON-Artikel können die meisten in Frage kommenden Abgeordneten ausschließen, jemals dort auf einem Fußballturnier gewesen zu sein. Moneyquote:

Auf Nachfrage räumte ein Sprecher der Fraktion ein, dass „nicht ausgeschlossen werden kann, dass aus den Reihen der Abgeordneten bei einzelnen Auftritten in Höchenschwand lediglich der Fraktionsvorsitzende Teammitglied war“. Es sei bei einer solchen Mannschaft aber absolut üblich, dass die Reihen auch mit Nicht-Parteimitgliedern „aus dem Umfeld“ aufgefüllt würden.